Dr. Lisa Rhein

Forschung

Die folgende Seite informiert über die Forschungsinteressen von Dr. Lisa Rhein.

Forschungsinteressen:

  • Wissenschaftskommunikation, insbesondere wissenschaftsinterne Kommunikation
  • Selbstdarstellung und Diskussionsverhalten unter Wissenschaftlern, insbesondere in interdisziplinären Kontexten
  • Kommunikation von Nichtwissen und Unsicherheit in der Wissenschaft
    • wissenschaftsintern:
      • Projektmitarbeit von 2009-2010: Ich weiß, dass ich nichts weiß. Kommunikation und Bewertung von Nichtwissen und unsicherem Wissen in Natur- und Ingenieurswissenschaften; interdisziplinäres Projekt von Prof. Dr. Nina Janich, Prof. Dr. Alfred Nordmann (Philosophie) und Prof. Dr. Liselotte Schebek (Umweltwissenschaft), gefördert von der TU Darmstadt.
      • wissenschaftsextern: Mitarbeit im DFG-Projekt zur externen Wissenschaftskommunikation „Was können wir (nicht) wissen? Was sollen wir tun?“ Vom Umgang der Wissenschaftler und Wissenschaftsjournalisten mit Nichtwissen und unsicherem Wissen in laienadressierten Texten innerhalb des DFG-SPP 1409 Wissenschaft und Öffentlichkeit
  • Wissenschaftliche Anomalistik / epistemische Krisen: Krisen des Kommunizierens in Tabudiskursen
  • Wissenschaft – Politik – Öffentlichkeit: Mitarbeit im Projekt Zwischen Elfenbeinturm und rauer See – zum prekären Verhältnis zwischen Wissenschaft und Politik und seiner Mediatisierung am Beispiel der „Corona-Krise“. Diskurslinguistisches Forschungsprojekt von Prof. Dr. Nina Janich (Darmstadt) und Prof. Dr. Kersten Sven Roth (Magdeburg), gefördert 2020-2022 von der Klaus Tschira Stiftung.

Projektbeschreibung: Das, was seit dem März 2020 in Deutschland und Europa als „Corona-Krise“ bezeichnet wird,besteht bei näherem Hinsehen aus mehreren engmiteinander verwobenen Krisen (epidemiologisch-medizinisch, sozial, politisch, wirtschaftlich). Neben all diesen problematischen Dimensionen stellt die Pandemie die Gesellschaften aber auch vor völlig neuartige kommunikative Herausforderungen: Die Akteursgruppen in Politik, (Natur-)Wissenschaft und Massenmedien sind zur Bewältigung der akuten Herausforderungen zu hochgradig kollaborativem Handeln gezwungen. Sie teilen sich die Aufgabe, trotz aller wissenschaftlicher Ungewissheiten Kernbotschaften in möglichst großer Einstimmigkeit in die demokratisch-pluralistisch verfasste Bürgerschaft zu vermitteln – und dabei womöglich ihre üblichen kommunikativen Aufgaben gegenüber der Gesellschaft zu ändern oder zu überschreiten. Dies erfordert ein Maß an Kooperation, die dem Alltag dieser Akteursgruppen bislang nicht entsprach, und auch die Bürgerschaft ist eine solche Kooperation nicht gewöhnt.

Das Ziel des Projekts ist es, vor diesem Hintergrund Vereinnahmungs-, Instrumentalisierungs- und Abgrenzungsprozesse zwischen Politik und Wissenschaft in der Corona-Krise vor dem Hintergrund ihrer Mediatisierung und im Hinblick auf ihre Folgen für die Legitimität und Glaubwürdigkeit von Wissenschaft/wissenschaftlichem Wissen und Politik/politischem Handeln zu untersuchen.

Das Projekt verspricht damit zum einen kurzfristig praktische Erkenntnisse zur aktuellen Corona-Wissenschaftskommunikation und der prekären Situation derjenigen, die den Elfenbeinturm bewusst, aber vielleicht auch zu unvorbereitet im Blick auf die raue See mit den dort möglichen politischen und medialen Instrumentalisierungen verlassen. Zum anderen bietet es langfristig relevante Ergebnisse zur Wissenschaftskommunikation im Kontext von Gesellschaftskrisen, in denen sich für alle Beteiligten besondere epistemische, legitimatorische und kommunikative Herausforderungen stellen.

Projektteam: Leitung Prof. Dr. Nina Janich (TU Darmstadt) und Prof. Dr. Kersten Sven Roth (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg; Sprecher)

Mitarbeiterinnen: Dr. Sina Lautenschläger (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg), Dr. Lisa Rhein (TU Darmstadt)

Studentische Hilfskräfte: Carolina Eidt (TU Darmstadt), Hannah Meyer (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg), Samantha Schmalenbach (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg), Johanna Welcker (TU Darmstadt)