Forschung Maike Sänger

Maike Sänger, M.A.

Forschung

Projekt 2018-2021, gefördert von der Klaus Tschira Stiftung: „Förderung der Textkompetenz von Nachwuchswissenschaftler_innen in den Naturwissenschaften" (Projektleiterin: Prof. Dr. Nina Janich; Projektmitarbeiterin: Maike Sänger, M.A.)

Fragestellungen des Projekts:
• Wie kommunizieren Naturwissenschaftler_innen aktuell und konkret mit der Öffentlichkeit? Welche Kontakte zu Wissenschaftsjournalist_innen und Möglichkeiten der Öffentlichkeitsarbeit nutzen sie?
• Welche Probleme stellen sich Naturwissenschaftler_innen dabei? Wie einfach oder schwierig finden sie es zum Beispiel, auch Unsicherheit, Zweifel und Nichtwissen zu vermitteln? Welche guten und schlechten Erfahrungen haben sie gemacht?
• Welche Lösungsansätze für solche Probleme sind sinnvoll? Welche Empfehlungen können wir aus linguistischer Sicht geben?
Vorgehensweise:
Dass die Wissenschaft ihre Glaubwürdigkeit und ihre Forschungspraxis immer wieder erklären, begründen und ggf. sogar verteidigen muss, zeigen aktuelle gesellschaftsübergreifende Debatten. Wissenschaftler_innen stoßen im Rahmen ihrer Forschung zwangsläufig auf Aspekte des Noch-nicht-Wissens, Nicht-sicher-Wissens oder Nicht-wissen-Könnens – da über Forschung in der Öffentlichkeit aber in der Regel als Erfolgsgeschichte berichtet wird, ist es keine leichte Aufgabe, Unsicherheiten und Ungewissheiten ebenso zu thematisieren wie abgesicherte Forschungsergebnisse. Ziel des Projekts ist es deshalb, im Gespräch mit medien- und öffentlichkeitserfahrenen Naturwissenschaftler_innen mögliche Kommunikationsprobleme, Missverständnisse, aber auch gelungene Beispiele zu sammeln, um daraus kritische Kommunikationssituationen zu rekonstruieren. Auch Wissenschaftsjournalist_innen werden zu ihren Erfahrungen befragt, um aus den kritischen Situationen mögliche Kommunikationsstandards ableiten zu können. Die Auswertung der Interviews wird gestützt durch die linguistische Analyse von schriftlichen Äußerungen von Wissenschaftler_innen in den Medien. Ziel ist es, Nachwuchswissenschaftler_innen der Naturwissenschaften auf dieser erfahrungsgesättigten Basis Hilfestellungen für die Wissenschaftskommunikation geben zu können. Wir kooperieren in diesem Projekt mit dem Nationalen Institut für Wissenschaftskommunikation (NaWik, Karlsruhe) und dem Science Media Center Germany (SMC, Köln).