Forschung Prof. Nina Janich

Prof. Dr. Nina Janich

Forschung

 

1. Scientific Communiation Research (SciCoRe): Wissenschaftskommunikation – Wissenstransfer – Fachsprachenforschung

Gegenstand des Forschungsschwerpunktes sind Formen und Rahmenbedingungen der Fachkommunikation, insbesondere der Wissenschaftskommunikation. Der Fokus liegt dabei auf dem Verhältnis zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit, auf Problemen der Wissensvermittlung und auf der Frage nach berufsspezifischen kommunikativen Anforderungen. Mit dem Namen Scientific Communication Research (SciCoRe) verbindet sich das spezifische Anliegen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TU Darmstadt sowie anderer Universitäten zu interdisziplinärer Forschung zum Themenbereich Wissenschaftskommunikation zusammenzubringen.

Spannend als Forschungsfeld erscheint insbesondere der Fragenkomplex, durch welche Wissensformen, nach innen gerichtete Kommunikations- wie nach außen gerichtete Vermittlungskulturen, Medien- und Textformate, Technologien der Datenaufbereitung wie Datenpräsentation, sprachlich-diskursive Popularisierungsstrategien und politisch-historische Legitimationsprozesse sich geistes- und gesellschaftswissenschaftliche Disziplinen auszeichnen und sich von den Experimental- und Technowissenschaften unterscheiden. Interessante Ergebnisse verspricht dabei die Verbindung von theoretisch-reflektierender und anwendungsorientiert-analytischer Perspektive.

Aktuelle Arbeitsschwerpunkte liegen auf dem diskursiven Umgang mit Nichtwissen und unsicherem Wissen in Wissenschaft und Medien (DFG-Projekt 2017-2020 zum Bienen-Pestiziddiskurs; DFG-Projekt 2011-2013 zu Nichtiwssen im SPP 1409: Wissenschaft und Öffentlichkeit; DFG-Projekt zum und Beteiligung am SPP 1689: Climate Engineering), dabei konkret auch auf der Textkompetenz von NachwuchswissenschaftlerInnen in den Naturwissenschaften im Umgang mit solchem Nichtwissen (Tschira-Projekt 2018-2021) sowie auf Wissensvermittlungsstrategien in Medienformaten für Kinder (DFG-Projekt 2013-2016).

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Vergangene Tagungen

2. Werbe- und Wirtschaftskommunikation

Forschungsgegenstand sind Werbekommunikate in verschiedenen Medien und ihre diskursive Relevanz. Zudem geht es um eine werbelinguistische Methodenentwicklung sowie um Bedingungen und Formen der Unternehmenskommunikation.

Der Forschungsschwerpunkt ist eng mit dem Engagement in der internationalen Forschungskooperation „Europäische Kulturen in der Wirtschaftskommunikation (EUKO)“ verknüpft. Im Namen von EUKO erscheint eine gleichnamige Buchreihe beim Verlag Springer VS, Wiesbaden, und es finden jährlich an wechselnden Orten internationale Tagungen statt, die u.a. zum Ziel haben, disziplinenübergreifend Wissenschaft und Praxis zusammenzubringen und dem wissenschaftlichen Nachwuchs eine Plattform zu bieten.

3. Sprachkultur und Sprachförderung

Dieser Forschungsschwerpunkt hat einerseits eine sprachvergleichende Dimension durch die langjährige Arbeit zu den Sprachkulturen der europäischen Einzelsprachen, andererseits ist er eng mit dem erstgenannten Forschungsschwerpunkt verwoben, da als Ziel sprachlicher Bildung und Förderung eine sprecherbezogene Sprachkultiviertheit angesehen wird, die auf Sprachkompetenz und einer moralisch motivierten Kooperationsbereitschaft basiert und im beruflichen Kontext zusätzliche Dimensionen einer fachkommunikativen Kompetenz aufweist. Ein Fokus der Sprachkulturforschung liegt daher auf dem Kontext von Sprache und Beruf. Programmatisch für diesen Forschungsschwerpunkt steht die Habilschrift „Die bewusste Entscheidung“ von 2004. Die ehrenamtliche Arbeit als Sprecherin der Jury „Unwort des Jahres“ dient ebenfalls einem grundsätzlichen sprachkritischen und aufklärerischen Interesse.

4. Text- und Diskurslinguistik

Im Zentrum des Interesses stehen diskursive Muster und intertextuelle Phänomene in verschiedenen Domänen und ihre Funktion in verschiedenen Diskursen, Damit versteht sich dieser Schwerpunkt als eine den anderen Schwerpunkten zugrunde liegender methodische Kernausrichtung.